Autobatterie – Aufladen

Die Autobatterie erfüllt im Fahrzeug eine wesentliche Funktion und bildet ein hochkomplexes und zugleich fragiles System, deshalb muss beim Autobatterie aufladen einiges beachtet werden.

Zunächst die Polanordnung erkunden

Vor dem Autobatterie aufladen sollte man zunächst erst einmal die Polanordnung der Batterie erkunden. Autobatterien sind in der Regel mit zwei Polen ausgestattet, die für das Autobatterie aufladen genutzt werden müssen. Je nach Typ und Größe der Batterie sind diese Pole jedoch unterschiedlich angeordnet, was zur Verwirrung führen kann. So können sich die Pole beispielsweise gemeinsam an der langen Querseite oder auch an der kurzen Querseite der Autobatterie befinden. Es sind jedoch auch Batterien im Handel erhältlich, bei denen sich die Pole diagonal gegenüber befinden und jeweils in einer Ecke der Autobatterie positioniert sind. Die Kenntnis der richtigen Polung ist daher beim Laden der Batterie wesentlich. Der Pluspol ist üblicherweise mit einem Pluspol und der Farbe Rot gekennzeichnet, während der Minuspol ein Minuszeichen auf dem Polbolzen trägt und mit Blau gekennzeichnet ist. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Polanordnung bei allen 12-Volt-Batterien durch ein numerisches Schema standardisiert worden. Hierbei gilt:

Für Polanordnung 0: Pluspol ist rechts vorne, Minuspol links vorne.

Für Polanordnung 1: Pluspol ist links vorne, Minuspol rechts vorne.

Für Polanordnung 2: Pluspol ist rechts vorne, Minuspol links hinten.

Für Polanordnung 3: Pluspol ist links hinten, Minuspol links vorne.

Für Polanordnung 4: Pluspol ist links vorne, Minuspol links hinten.

Meist erkennt man den Pluspol auch daran, dass er mit einer besonderen Isolierung abgedeckt ist, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Bei Temperaturen von unter minus 18 Grad Celsius am besten ausbauen

Alle Autobatterien sind temperaturabhängig. Je kälter die Umgebungstemperatur, desto stärker sinkt die Leistungsfähigkeit einer Autobatterie ab, bis sie schließlich die Fähigkeit verliert, ein Auto noch starten zu können. Bei Temperaturen von minus 18 Grad Celsius sinkt die Kapazität einer Autobatterie bereits auf weniger als 50 % ab. Es wird daher empfohlen, bei Temperaturen von unter minus 18 Grad Celsius die Autobatterie grundsätzlich auszubauen und sie an einem warmen Ort aufzubewahren.

Explosionsgefahr bei Überladung beachten

Besonders empfindlich reagieren viele Autobatterien auf die Überladung. Beim Ladevorgang durch die Zufuhr von elektrischem Strom wird das gesamte in der Batterie enthaltene Bleisulfat erneut in Blei und Bleioxid umgewandelt. Wird die Ladeendspannung jedoch überschritten, so fließt der Ladestrom des Ladegerätes weiter und das Blei des Batteriegitters wird schließlich angegriffen. Das Gitter wird dadurch größer, die Batterie schwillt an, ihre Festigkeit nimmt ab und es kann zur Bildung von Knallgas im Inneren der Batterie kommen. Mit der Überladung setzt dann schließlich das gefürchtete Gasen der Autobatterie ein. Dabei wird das in der verdünnten Schwefelsäure der Batterie enthaltene Wasser elektrolytisch zersetzt. Wasserstoff und Sauerstoff werden gebildet, die gemeinsam das extrem explosive Knallgas darstellen. Funken, offene Flammen oder heiße Gegenstände gehören daher keinesfalls in die Nähe einer Autobatterie, die gerade aufgeladen wird.

Nach dem aufladen die Autobatterie prüfen

Nach jedem Ladevorgang sollte die Autobatterie hinsichtlich ihrer Säuredichte bei Vollladung überprüft werden. Dies kann mit diversen im Handel erhältlichen Geräten geschehen. So mittels Refraktometer, Aräometer, Spindel oder auch mit dem Säureheber.

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