Autobatterie – Lagern

Eine Autobatterie lagern zu wollen klingt im ersten Augenblick als einfach und problemlos. Aber um diese korrekt einzulagern und die Lebensdauer zu erhalten sind diverse Punkte zu beachten.

Warum außerhalb des Fahrzeugs lagern?

Eigentlich gehört eine Autobatterie in ein Fahrzeug. Aber gute Gründe sprechen für die Lagerung außerhalb eines Autos. Gerade bei Batterien aus Saisonfahrzeugen bietet sich eine auswärtige Lagerung an, da diese trotz Fahrzeugeinbau nicht regelmäßig genutzt wird bzw. eine lange Standzeit überdauern muss. Zudem ist die Pflege und Wartung einer Autobatterie einfacher durchzuführen, wenn diese nicht fest verbaut ist. Der Zugang zu eingebauten Batterien ist nur eingeschränkt möglich.

Wie sollte der Lagerraum sein?

Der Aufbewahrungsort der Autobatterie sollte trocken, frostgeschützt und lichtgeschützt sein. Kellerräume eignen sich nur bedingt, da diese häufig eher zu den feuchten Räumen zählen. Ein Heizungsraum hingegen ist viel zu warm. Zudem sollte der Raum ausreichend groß sein, dass eine Luftzirkulation stattfinden kann. Sofern es nur möglich ist die Autobatterie lagern zu können in einem kleinen Raum, sollte der Batterie ab und an ein bisschen frische Luft gegönnt werden.

Was ist noch notwendig für den Erhalt der Lebensdauer?

Sobald die Batterie in den Lagerungszustand versetzt werden soll, sollte sie nochmal vollständig aufgeladen werden. Die Lebensdauer einer Autobatterie ist maßgeblich von der Umgebungstemperatur abhängig. Hierbei gilt: Je höher die Temperatur, desto schneller findet die Selbstentladung statt. Zeitgleich beschleunigen hohe Temperaturen das Verdampfen des Wassers und die Korrosion der Platten. Ebenso sollte die Batterie in Fußbodennähe aufgestellt werden. Denn am Boden bleibt die Temperatur auch im Sommer niedriger. Mit dem Einlagern der Autobatterie ist es aber noch nicht getan. Regelmäßig sollte die Batteriespannung überprüft werden. Sobald diese einen Wert von 12,4 Volt untersteigt, sollte die Batterie aufgeladen werden.
Es ist unbedingt zu vermeiden, dass eine Autobatterie vollständig entleert wird. Eine Überprüfung des Ladestandes sollte etwa alle 2 – 3 Monate erfolgen. Für das Aufladen sollte ein sehr gutes Ladegerät verwendet werden. Ein sog. „intelligentes Ladegerät“ schafft es einen optimalen Betrieb und Verbrauch der Autobatterie außerhalb des Fahrzeugs zu simulieren. Die Batterie wird langsam und regelmäßig geladen und entladen. Obwohl die heute verkauften Autobatterien nahezu alle wartungsfrei sind, bedürfen ältere Modelle weiterer Wartung. Bei älteren Batterien kann es vorkommen, dass der Flüssigkeitsstand nachlässt. Dieser sollte etwa alle 2 Monate kontrolliert werden und ggf. nachgefüllt werden. Das Nachfüllen erfolgt ausschließlich mit destilliertem Wasser. Eine Überfüllung ist dringend zu vermeiden. Zudem kann es nicht schaden ab und an mit einem Tuch über die Batterie zu wischen und darauf zu achten, dass die Pole stets gut eingefettet sind.

Was ist zu beachten?

Bei der Lagerung einer Batterie sind noch weitere Punkte zu beachten. Es sollte eine Tiefenentladung unbedingt vermieden werden. Diese sind im wahrsten Sinne des Wortes reines Gift für die Autobatterie und verkürzen die Lebensdauer drastisch. Es kann zu einer sog. Sulfatierung kommen. Fast genauso schädlich sind unzureichende Teilladungen. Hier ist darauf zu achten, dass die Batterie bei Bedarf langsam und gleichmäßig vollständig aufgeladen wird.

Altbatterie entsorgen

Die Autobatterie lagern zu können war eine gute Chance, hat der Akku aber leider nicht überlebt? Dann muss dieser fachgerecht entsorgt werden. Bei einer Autobatterie handelt es sich stets um gefährlichen Sondermüll. Sie darf weder in den herkömmlichen Haushaltsmüll gegeben noch einfach irgendwo abgestellt werden. Sofern man sowieso eine neue Autobatterie beim Händler kaufen möchte, kann man die alte dort „in Zahlung“ geben. Hier heißt die Devise Alt gegen Neu. Ist keine Altbatterie vorhanden, die man eintauschen kann, wird eine zusätzliche Gebühr zum Kaufpreis von € 15,- fällig.

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