Autobatterie – Pflege

Leere oder kaputte Autobatterien sind häufig aber ebenso ärgerlich und mit unnötigen Kosten verbunden. Daher sollte man die Batterie stets pflegen, vor allem im Winter, wenn es kalt ist. Denn die richtige Pflege kann die Lebensdauer der Batterie verlängern, so dass sie mindestens vier Jahre lang hält – und das ganz ohne oder nur mit wenig Geld. Dabei sind einige Regeln unbedingt zu beachten.

1. Batterieflüssigkeit

Heutzutage sind die allermeisten Autobatterien „wartungsfrei“, was aber natürlich nicht heißt, dass auf eine Pflege verzichtet werden kann. Sollte eine (ältere) Batterie nicht wartungsfrei sein, befindet sich auf der Batterie ein Verschlussstopfen. In dem Fall muss man einmal pro Jahr Batterieflüssigkeit in Form von destilliertem Wasser nachfüllen. Verfügt die Batterie nicht über eine Füllstandanzeige, ist darauf zu achten, dass die Bleiplatten ausreichend bedeckt sind (etwa 1 cm).

2. Stromverbrauch beachten

Gerade im Winter hat man schnell viele elektrische Verbraucher wie Licht, Lüftung, Heizung für die Heckscheibe, Musik, Scheibenwischer und Sitzheizung in Betrieb. Diese gilt es so weit zu reduzieren wie möglich, zumindest bei Kurzstrecken.

Über die Lichtmaschine wird die Batterie aufgeladen, sofern der Motor läuft. Die Lichtmaschine fungiert also als Generator. Gerade bei Kurzstrecken ist sie jedoch mangels Zeit nicht in der Lage, die Batterie genügend aufzuladen. Bei zu vielen Stromverbrauchern muss die Batterie die Lichtmaschine deshalb unterstützen, was wiederum zu einer Entladung der Batterie führen kann.

Stromfresser dürfen auf keinen Fall im Winter nach Ausschalten des Motors länger in Betrieb sein. Die Batterie könnte sonst tief entladen werden. Als Folge springt der Motor nicht mehr an und die Batterie könnte beschädigt werden. Die Folge: Die Autobatterie muss ausgetauscht werden. Ist die Batterie noch nicht kaputt, kann sie mittels Ladegerät wieder aufgeladen werden. Manche empfehlen, dies im Winter sowieso regelmäßig zu tun, sofern sich eine Steckdose in der Nähe befindet. Zumindest aber sollte man die Batterie immer dann aufladen, wenn das Auto bei milderen Temperaturen bereits Probleme hat zu starten. Manche Batterien enthalten sogar einen Winter-Modus und/oder ein Regenerationsprogramm für alte oder tief entladene Batterien.

In Werkstätten oder beim ADAC kann ein Autobatterie-Test durchgeführt werden, der die Kaltstartfähigkeit des Stromspeichers unter die Lupe nimmt. Auch mit falscher Starthilfe kann die Batterie kaputt gehen. Erst das Plus-Kabel von der entladenen Batterie an das Spenderauto und dann das Minus-Kabel vom Spenderauto an das Pannenauto klemmen.

3. Nicht kippen, Schmutz entfernen, einfetten

Bei einer Kippstellung des Autos über einen längeren Zeitraum hinweg können auch wartungsfreie Autobatterien, die nicht über einen Verschlussstopfen verfügen, unter Umständen auslaufen. Steht das Auto schräg (etwa auf einer Rampe), kann sodann die giftige Flüssigkeit Blechschäden verursachen. Schmutz und weiße Oxidreste sollten mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Ein trockenes Tuch kann das Batteriegehäuse elektrostatisch aufladen, so dass entstehende Funken die Batterie beschädigen oder zerstören können. Nach dem Entfernen des Schmutzes sollten die Batteriepole mit säurefreiem Polfett eingeschmiert werden, das vor Rostbildung schützt. Gleiches gilt für neue Batterien. Vor dem Einsatz einer neuen Batterie sollte man in einer Werkstatt darüber hinaus Lichtmaschine, Regler und Leitungsverbindungen überprüfen lassen.

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