Einbau

Die Autobatterie hatte bis gestern ihren Dienst geleistet. Aber heute kam der Schreck am Morgen: Das Auto springt nicht mehr an und letztendlich muss die alte Batterie ausgebaut und eine neue Batterie eingesetzt werden.

Die meisten Autobesitzer kommen irgendwann in die „Verlegenheit“, die Batterie ihres Wagens selbst austauschen zu müssen. Neben der Überprüfung von Motoröl oder Wischerwasser, dem Reifenwechsel oder dem gelegentlichen Austausch verschlissener Scheibenwischerblätter gehört das Auswechseln der Batterie zu den eigentlich einfachen Arbeiten am Fahrzeug.

Wenn man dabei konzentriert und schrittweise vorgeht, muss man dafür kein Geld für die Kfz-Werkstatt ausgeben. Ausgerüstet mit einem passenden Schraubenschlüssel, einer Zange und einem Schraubendreher geht man vorsichtig und sehr motiviert an die Arbeit, denn mit der frischen Batterie springt das Auto wieder fix an.

So tauschen Sie die Autobatterie aus

– Vor dem Austausch der Autobatterie muss selbstverständlich der Motor abgeschaltet werden. Auch alle anderen Verbraucher, Licht, Radio usw., werden abgestellt.

– Jetzt wird die Motorhaube geöffnet. Wenn Sie die Batterie gefunden haben, schrauben Sie die Mutter am gekennzeichneten Minuspol der Batterie ab. Ziehen Sie das schwarze Kabel ab.

Auf diese Weise haben Sie jetzt den Stromkreis im Fahrzeug vollständig unterbrochen. Dies kann übrigens auch zur Folge haben, dass diverse elektrische Geräte im Auto, beispielsweise Ihr Autoradio, wieder auf „null“ zurückgestellt werden. Alle gespeicherten Radiosender werden gelöscht und auch für den Bordcomputer gibt es ein Reset, sodass programmierte Einstellungen verloren gehen.

Clever ist deshalb, wer seine Bordelektronik schützt und die alte Batterie mithilfe einer Spenderbatterie oder eines kleinen Akkustartgeräts überbrückt. Wer mithilfe eines anderen Autos überbrückt, sollte eine hilfreiche Person dabei haben. Weil die Batterieklemmen nicht an die Karosserie kommen dürfen, sollten sie schön festgehalten werden. So wird ein Kurzschluss vermieden. Außerdem kann man zu zweit auch freier arbeiten.

– Lösen Sie nun das zum Pluspol hin verlaufende rote Kabel, indem Sie die entsprechende Mutter aufdrehen. Grundsätzlich ist es wichtig, schrittweise zu arbeiten und die richtige Reihenfolge einzuhalten, damit es nicht zum Kurzschluss oder zu einer Funkenbildung kommt.

– Nachdem Sie das rote Kabel gelöst haben, können Sie anschließend die Halterungsschrauben mit dem Schraubschlüssel entfernen, die die Batterie im Inneren des Motorraums fixieren.

– Ihre alte Batterie ist nun vollständig freigelegt und kann einfach herausgenommen werden.

– Jetzt setzen Sie die neue Batterie an Ort und Stelle wieder ein. Mit den Halterungsschrauben wird die neue Batterie im Motorraum fixiert.

– Die Kabel werden nun in umgekehrter Reihenfolge wieder angebracht: Dazu beginnen Sie mit dem roten Kabel, das mit der Schraube am Pluspol der neuen Batterie befestigt wird.

– Verbinden Sie nun noch das schwarze Kabel mit dem Minuspol. Schrauben Sie es dort fest.

Sollten sich die Klemmen der Batteriekabel schlecht auf den jeweiligen Pol aufstecken lassen, können Sie diese mit einer Zange oder mit einem Schraubenzieher vorsichtig weiten und aufbiegen. Abschließend empfiehlt es sich, beide Pole mit Polspray oder mit Polfett zu behandeln. Diese Produkte wirken dem Ausblühen, einer Art Oxidation, entgegen. Das Ausblühen verschlechtert peu a peu den Kontakt zwischen Pol und Polklemme. Sichtbar wird das durch grün-graue oder weiße Verkrustungen.

Pflege der Autobatterie

Moderne Autobatterien gelten als wartungsfrei. Um besonders den erhöhten winterlichen Belastungen gewachsen zu sein, sollte man sie trotzdem pflegen, indem man beispielsweise die Schmutzkrusten und die weiß-grauen Ausblühungen an den Polen abbürstet und anschließend mit Polfett aus dem Zubehörhandel bestreicht.

Fazit

Autobatterien haben eine Lebensdauer von etwa 4 bis 5 Jahren. Wird das Auswechseln der Batterie notwendig, arbeitet man vorsichtig und Schritt für Schritt.
Was bleibt, ist das Entsorgen der alten Batterie: Autobatterien enthalten ätzende Säure, giftiges Blei und diverse umweltschädliche Zusätze. Altbatterien sind mit einem Pfand beaufschlagt und müssen dem gesetzlich vorgeschriebenen Recycling-System zugeführt werden.